Welches Trinksystem?

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Miri_87
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Welches Trinksystem?

Beitrag von Miri_87 » 8. Mär 2019, 18:58

Hallo Leute,

heute komme ich gleich wieder mit einer neuen Frage um die Ecke…

Seit einigen Jahren gehe ich nur noch mit diversen Trinksystem über die Berge. Reine Flaschen liefern mir zu wenig Flüssigkeit, weil ich bei körperlicher Anstrengung recht viel schwitze.

1.) Zu Anfang hatte ich von Source die 1,5l Flasche, für die es die verschiedenen Drehverschlussaufsätze gibt. Sie hat den Vorteil, dass sie vermutlich nicht so schnell kaputt geht, wie eine Trinkblase, allerdings ist der Schlauchmechanismus nicht wirklich optimal. Man „trinkt“ mehr Luft, aufgrund des langen Weges mit zur UK-Flasche. Zudem mag ich das Mundstück bei der Firma Source nicht besonders.

https://www.amazon.de/Source-Trinkzube ... B00MUO1GTS

2.) Recht schnell bin ich auf Trinkblasen mit verschiedensten FĂĽllmengen gekommen. Nun besitze ich das Hydrapak das ja von diversen Firmen wie Vaude oder Jack Wolfskin mitverbaut wird.

https://www.bergfreunde.de/hydrapak-hyd ... J0Q_D_BwE

An sich bin ich super zufrieden, was die Wasseraufnahme durch den Schlauch betrifft. Allerdings ist es von Mal zu Mal schlimmer, das Trinksystem von der Blase zu lösen. An sich geht das über einen Druckknopf. Jedoch passt irgendetwas mit der Dichtung nicht, sodass ich zwischenzeitlich immer eine Zange brauche…entsprechend sieht es bei mir aus, seht mal her:

Trinksystem_Hydrapack1.JPG
Trinksystem_Hydrapack2.JPG


Dem Tipp eines Bergfreundes, mal ein bisschen mit einem Schleifpapier an der Dichtung rumzuarbeiten, habe ich mich bisher nicht getraut. Aus Angst, dass mir der ganze Quatsch dann undicht wird. Ich habe ĂĽbrigens dazu auch schon etwas im Internet gelesen, die Leute haben da solche Tipps wie, die Dichtung nass machen, bevor man sie in den Verschluss steckt. Das hat bei mir leider ĂĽberhaupt nix gebracht. :(

Zwischenzeitlich bin ich so frustriert darüber, und möchte mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn ich wieder richtig in die Sommersaison durchstarte. Deswegen war ich am überlegen mir ein anderes Trinksystem her zu holen. Hat jemand Erfahrung mit:

3)Gregory Trinksystem?

https://eu.gregorypacks.com/de-de/acces ... nksysteme/

GruĂź Miri
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Re: Welches Trinksystem?

Beitrag von BitPoet » 8. Mär 2019, 19:20

Ich bin mit der ConverTube ziemlich glĂĽcklich, die habe ich schon zweimal ĂĽber die Alpen getragen und Luftprobleme habe ich definitiv keine damit. Du hast nicht vergessen, den Vorderteil des MundstĂĽcks nach Gebrauch zu drehen (damit wird ein ZurĂĽckflieĂźen in die Flasche verhindert)?

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Frank Steiner
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Re: Welches Trinksystem?

Beitrag von Frank Steiner » 8. Mär 2019, 23:25

Seit einigen Jahren gehe ich nur noch mit diversen Trinksystem über die Berge. Reine Flaschen liefern mir zu wenig Flüssigkeit, weil ich bei körperlicher Anstrengung recht viel schwitze.
Versteh ich nicht. Ein Liter ist ein Liter, egal woraus er getrunken wird, oder nicht? Mir waer die Gefahr von Verkeimung in so einem System zu hoch, ausserdem ist es doch unpraktisch, wenn Du alles in einem grossen System hast, oder versteh ich da was falsch? Wenn da mal was undicht sein sollte, ist Dein gesamtes Wasser futsch?!
Ich nehm immer 4 Liter in 0.5er Flaschen mit. Hat z.B. den Vorteil, dass ich beim Untersuchen eines Abstechers oder moeglichen Aufstiegs den Rucksack mal stehen lasse und mir nur ein oder zwei Flaschen in die Hosentaschen stecke. Oder dass ich an einem Bach die leeren Flaschen auffuellen kann, um sie mir spaeter als Erfrischung ueber den Kopf zu giessen :-)
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Re: Welches Trinksystem?

Beitrag von Jöko » 9. Mär 2019, 06:45

Mein Trinksytem besteht aus PET Flaschen (z.B. mit Saft ) und unterwegs fĂĽlle ich die nach (z.B. aus Brunnen),

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...

Beitrag von Kletterleidenschaft » 9. Mär 2019, 10:28

...
Zuletzt geändert von Kletterleidenschaft am 21. Mär 2019, 20:55, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Welches Trinksystem?

Beitrag von Conan » 9. Mär 2019, 11:10

Also die neuen "Trinksysteme" mit Schraubverschluss finde ich optimal, die alten mit Korkenzieher waren schon sehr unpraktisch. ;)

Ich verwende auf Tour auch PET-Flaschen, die sind praktisch und hygienisch. Klar wäre es manchmal nicht schlecht einen Schluck zu trinken ohne den Rucksack abnehmen zu müssen aber die Sauberhaltung von einem Trinksystem erscheint mir zu problematisch.
Manche Rucksäcke haben ja aussen auch Flaschenhalter, mit denen geht's einfacher und schneller.
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Re: Welches Trinksystem?

Beitrag von Frank Steiner » 9. Mär 2019, 23:43

Conan hat geschrieben: ↑
9. Mär 2019, 11:10
Klar wäre es manchmal nicht schlecht einen Schluck zu trinken ohne den Rucksack abnehmen zu müssen
Da kann ich einen Hüftrucksack wärmstens empfehlen :) 2 Flaschen in den Aussentaschen auf Hüfthöhe, da kommt man ohne jede Verrenkung bequem dran. Außerdem schwitzt man am Rücken nicht und hat im unwegsamen Gelände beim Kraxeln (oder am Klettersteig) die Arme angenehm frei.
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Re: Welches Trinksystem?

Beitrag von Kay77 » 10. Mär 2019, 00:58

Also ich benutze seit Jahren diese Trinkblase hier

https://www.bw-discount.de/outdoor-camp ... ke-extreme

Ich geh damit nicht nur Wandern sondern zum Survival.
Da wird an das Material deutlich höhere Anforderungen gestellt.
Trinkblasen wo man den Schlauch abziehen kann halte ich fĂĽr Unsinn.
Wieder eine Stelle mehr die undicht wird.
Die Trinkblase kann man flĂĽssigem Chlor reinigen 24h einwirken lassen und fertig. Und dann hinterher einfach gut spĂĽlen.
Und wenn die doch mal kaputt geht............. Bei dem Preis :-)

Thema undicht und Rucksack fluten................
Einfach nen stabielen Schwerlast MĂĽllsack nehmen und darein die Trinkblase und dann in den Rucksack.
Geht die Blase kaputt bleibt das Wasser im MĂĽllbeutel

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Re: Welches Trinksystem?

Beitrag von BitPoet » 10. Mär 2019, 13:11

Frank Steiner hat geschrieben: ↑
9. Mär 2019, 23:43
Da kann ich einen Hüftrucksack wärmstens empfehlen :) 2 Flaschen in den Aussentaschen auf Hüfthöhe, da kommt man ohne jede Verrenkung bequem dran. Außerdem schwitzt man am Rücken nicht und hat im unwegsamen Gelände beim Kraxeln (oder am Klettersteig) die Arme angenehm frei.
Am Klettersteig bevorzuge ich einen "normalen" kleinen Rucksack, da kann ich am Po nichts brauchen, mit dem ich beim Eindrehen dann am Fels hängen bleibe, ganz außen auf der Hüfte (wie bei manchen Modellen) schon zweimal nicht. Bei normalen Wanderungen und dem "einfachen Kraxeln" kann ein Hüftrucksack aber ganz praktisch sein, und die Höhe der Flaschentaschen ist schon ein Vorteil für sich. Gerade bei den kleineren Rucksäcken sind die so hoch angebracht, dass man auch an die oft angepriesenen schrägen Seitentaschen nicht herankommt, ohne sich die Schulter auszukugeln. 8-)

Auf den längeren Wandertouren dieses Jahr werde ich mal die Flaschenhalter am diese Woche bei mir angekommenen ÜLA CDT austesten. Das sind nur jeweils zwei übereinander angebrachte Gummi-Ösen mit Spannern an jedem Träger. Die obere Öse kommt um den Hals der PET-Flasche, die untere um den Körper. Bei einem ersten "Trockenversuch" in der Wohnung gestern mit ein wenig Hüpfen hat das problemlos gehalten, auch ohne dass ich die Spanner besonders fest zugezogen habe, und die Flasche war gut raus und rein zu fädeln. Das System ist simpel und sollte sich auch an anderen Rucksäcken, die ausreichend Befestigungsösen an den Trägern haben, anbringen lassen. Einfach zwei Stücke 3-4mm Shock Cord ca. 12-14cm lang abschneiden, durch die Befestigungsösen auf Brusthöhe am Träger fädeln (Abstand etwa 10cm), die Enden durch einen Federspanner fädeln und mit einer Endkappe sichern.

johnny
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Re: Welches Trinksystem?

Beitrag von johnny » 10. Mär 2019, 15:23

Hab das Trinksystem von Source seit sechs oder sieben Jahren und bin überzeugt davon. Vor allem hat sich mein Trinkverhalten deutlich geändert, d.h. ich trinke regelmäßig kleinere Mengen, quasi intuitiv schon beim kleinsten Anzeichen von Trockenheit im Mund und das wirkt sich nach meiner Wahrnehmung positiv auf das Befinden und die Fitness aus.

Früher war es so, dass ich viel zu selten getrunken habe und dann immer zu viel auf einmal, was ja bekanntlich nicht so optimal ist, außer man will die Nieren spülen. Auf meiner GTA-Tour im Juli 2017, wo bei knalliger Hitze über drei Wochen Tag für Tag zwischen 1000 und 1500 Höhenmeter, häufig in direkter Sonne, im Aufstieg zu bewältigen waren, wäre ich ohne Trinksystem vermutlich eingegangen.

Eine Undichtigkeit ist mir noch nicht untergekommen. Wenn man die Beutel ausschließlich mit Wasser befüllt, gibt es nach meiner Erfahrung auch keine Hygieneprobleme. Den Aufwand für eine Reinigung einmal jährlich mit Spüli halte ich für überschaubar. Das Mundstück finde ich auch sehr gut und funktional, aber das ist wahrscheinlich "Geschmackssache". Alterungserscheinung am Schlauch/Mundstück, die auf Tour permanent UV-Strahlung ausgesetzt sind, kann ich bis jetzt nicht feststellen.

Der einzige Nachteile dieser Trinkblase ist aus meiner Sicht das etwas umständliche Befüllen, z.B. an einem Waschbecken mit niedrigem Auslauf. Ich hab deshalb zum Befüllen immer eine (leere) 250-ml-Mini-PET-Flasche dabei, die passt unter jeden Wasserhahn und notfalls auch in irgendeine schmale wasserführende Rinne am Berg. Die Trinkblase bleibt bei Mehrtagestouren folglich in ihrem Fach im Rucksack und wird morgens mit Hilfe dieser PET-Flasche befüllt. Geht super.

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