Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

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Balkonpflanzer
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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von Balkonpflanzer » 8. Nov 2018, 23:55

janky hat geschrieben: ↑
3. Nov 2018, 09:58
Das Onlinereservierungssystem hilft mir dabei immens. Es erspart mir oft einen nervenaufreibenden und langen Emailverkehr, bis eine Reservierung zustande kommt, es hilft mir beim Schlafplatzmanagement - auch ich als Wirt kann mal auf das Eintragen einer Reservierung vergessen :shock:
Allerdings frage ich mich dann warum sich das Reservierungssytem nicht schneller verbreitet. Trotz sicherlich 15 bis 20 Hüttenübernachtungen (hauptsächlich in Tirol) im Jahr hab ich da bis heute keinen Account - ganz einfach weil regelmäßig die gewünschte Hütte dann doch wieder nicht dabei ist.

Ich versteh ja dass man bei dem Andrang ohne großflächiges Reservieren nicht mehr weiterkommt. Das was es für mich mühsam macht ist hauptsächlich, dass man entweder (siehe oben) mangels Reservierungssystem nicht ohne Kontaktaufnahme an die Information ob was frei ist kommt, und dass meiner Erfahrung nach viele Hütten (gerne auch die die gleich auf die Homepage schreiben man soll nicht anrufen, sondern Mail/Kontaktformular benützen) dafür dass faktisch Reservierungszwang herrscht recht träge beim Antworten sind.

Klar, für den Wirt hat es wenn die Hütte eh voll ist keine Priorität abzusagen, als Möchtegerngast zwei Tage warten zu müssen bis man weiß was Sache ist (weil man so brav ist und sich an die Bitte "kein Telefon" gehalten hat) hat aber eher weniger Spaßfaktor, wenn eh von Anfang an klar war dass man keine Chance hat. Danach will man sich ja noch an Plan B, falls nötig Plan C versuchen, etc.

Die Info "wir sind die nächsten zwei Wochen ausgebucht" darf auch gerne mal unter "Aktuelles" auf der Homepage stehen, wenn man sich noch nicht in der Lage sieht am Reservierungssystem teilzunehmen. Eigentlich müssten solche Wasserstandsmeldungen schon auch einiges an sinnlosen Anfragen zurückhalten können.

Kurz gesagt, so allzuviel Aktivität mir als Gast hier das Leben durch Information wieder zu erleichtern seh ich leider auch nicht.



Schrofengeher

Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von Schrofengeher » 9. Nov 2018, 05:19

Bergwandern, Alpines Bergsteigen und Klettern ist aus nachvollziehbaren Gründen zu einem Hype geworden. Dabei sind bestimmte Regionen der Alpen infrastrukturmäßig zum Sportpark umfunktioniert worden. Die Hütten sind zu Massenquartieren mit Vollpension, Cappucinomaschine und WLAN Empfang umgestaltet worden und eine sprudelnde Einahmequelle für den DAV und die Pächter geworden. Massentourismus bringt immer auch Schattenseiten mit sich. Wen das stört kann sich abgelegene, verlassene Regionen wie italienische oder französische Seealpen oder Piemont aussuchen
dort gibt es Schutzhütten auf die dien Essen und Trinken selber mitgebracht werden muss und nach einer anstrengenden Tour noch Feuerholz gesucht und gesägt bzw. gehackt werden muss.
Ursprüngliches Bergsteigen wie es die Großväter gemacht haben, aber der Trend führt woanders hin und ist weder von mir noch anderen aufzuhalten.

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Frank Steiner
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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von Frank Steiner » 9. Nov 2018, 13:48

Hypes gehen aber auch wieder vorrueber, und dann bleiben die Wanderer und Bergsteiger uebrig, die mit den einfachen Huetten zufrieden waren und keinen Cappuccino moechten. Wie rentabel manche jetzt hochgeruestete Huetten dann noch ist, wird sich zeigen. Die "Stammkundschaft" bzw. die Vereinsmitglieder zu lange zugunsten der momentanen "ooooh, Berghuette ist soooo cool!"-Klientel zu vernachlaessigen, koennte sich irgendwann als Fehler herausstellen.
Ab mit den Kindern in die Berge: http://www.familiesteiner.de/wandern

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Nano
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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von Nano » 10. Nov 2018, 00:16

Ds Thema ist echt schwierig. Ich habe dieses Jahr auch das erste Mal vorher Reservierungsgebühren bezahlt. Das ist anfangs etwas ärgerlich. :-( Aber ich kann die Hüttenwirte auch verstehen, werden doch damit gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen spart man sich die sicherlich nicht unerhebliche Zeitdauer, die man am Telefon verbringt und zum anderen wird das "No-Show-Problem" sicherlich erheblich eingedämmt.
Ich werde mich wohl dran gewäöhnen, da ich das Vorgehen bei meiner Tourenplanung sowieso umstellen musste. Wir sind immer mit mehreren Leuten unterwegs und daher beim Termin nicht flexibel. Wenn wir ein verlängertes Wochenende gefunden haben, an dem (fast) alle können, dann lässt sich das auch bei schlechtem Wetter nicht mehr verschieben. Früher habe ich es deshalb so gemacht, dass ich 2 Touren in weiter auseinander liegenden Gebieten geplant habe. Und 3-4 Tage vor der Abfahrt habe ich nach dem Wetterbericht die passendere Gegend herausgesucht und dann dort die Hütten gebucht. Das kann man aber heutzutage vergessen, weil mittlerweile sehr viele Hütten zumindest an den Wochenenden schon lange Zeit vorher ausgebucht sind.
Die Online-Reservierungssysteme haben den Vorteil, dass man auch spätabends noch seine Tour ohne Anruf planen kann. Aber es hat auch Nachteile, dass man nicht vorher anruft. Dieses Jahr ging es uns so, dass wir auf unserer Tour in den Lechtaler Alpen am ersten Tag von Kaisers über das Falmedonjoch zur Simmshütte laufen wollten. Die Hütte hatte ich 2 Monate vorher per E-Mail gebucht und die Anzahlung überwiesen. 2 Tage vor Abfahrt sah ich durch Zufall auf der Homepage des Edelweißhauses, dass der Weg wegen Murenabgangs schon seit Wochen gesperrt ist. Da hätten wir aber dumm drein geschaut, wenn wir das erst nach der Anreise in Kaisers mitbekommen hätten. :o Bei einem Anruf hätte ich sicherlich nochmal gefragt, weil der Weg ja in der Vergangenheit schon öfters unpassierbar war.
Und noch kurz zum Thema Hüttenmodernisierungen: Da muss man sich auch fragen, was zuerst da war, der Wunsch (und das Gemecker) nach mehr Komfort oder die komfortabler ausgerüsteten Hütten. Wenn es in der einen Hütte Dusche und WLAN gibt, dann fragen die Leute auch in der anderen danach. Das ist wie bei den Autos: Wer ist Schuld daran, dass fast nur noch SUVs verkauft werden? Die Leute, weil SUV scheinbar soo viel besser sind oder die Hersteller, weil sie nur noch dafür werben und natürlich daran auch viel mehr verdienen als an einem "vernünftigeren" Auto. Sich dem Trend zu entziehen kann und will sich sicherlich kein Hersteller leisten.
Leider ist es wohl auch so, dass wir den Trend in Richtung Berghotel statt Hütte kaum verhindern können, weil die Masse der Leute das so will. Ich glaube nicht, dass das nur ein kurzfristiger Hype ist, der wieder vorübergeht. (Und ich bedauer das.) Aber manche Hütten haben auch gar keine Chance, klein und gemütlich zu bleiben, weil sie z.B. am E5 liegen und einfach von den Massen überrannt werden oder weil sie in einem Skigebiet liegen.
Aber zum Glück gibt es ja auch noch die anderen - und die genieße ich. :D

Gruß,
Nano

janky
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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von janky » 10. Nov 2018, 13:37

....ich glaube nicht, dass eine Sektion aus Jux und Tollerei gerade mal mehrere Hunderttausend Euronen in die Sanierung bzw. Qualitätsverbesserung der Hütte stecken würde, wenn es der Gast nicht fordern würde..... . Oft der Fall und selbst in meiner 20 jährigen Karriere als Hüttenwirt erlebt... im Tal wird das Wasser gepredigt und der Wein wird auf der Hütte getrunken.
In den Spätachzigern gab es schon mal den Trend zurück zur einfachen Hütte, Zimmer waren verpönt, Geschirrspüler auch, wollte eine Sektion Luxus einbauen, wurde ihr anteilsmäßig die Subventionen gestrichen.... Keine zwanzig Jahre später mussten eben diese Hütten wieder saniert werden um den Gästewünschen gerecht zu werden. Selbst der puristische SAC hat dies mittlerweile gelernt und saniert seine Hütten zeitgemäß und den Anforderungen entsprechend. Kannst du den Anforderungen nicht entsprechen gehen die Gäste woanders hin........ .

Heuer selbst erlebt: Bei eklatanten Wassermangel mussten wir die Duschen sperren und unser WLAN funktionierte aufgrund eines lausigen Anbieters nur sehr mangelhaft. Zitat eines Gruppenleiters einer 15 köpfigen Gruppe, die für zwei Tage reserviert hatten: Sie haben keine Dusche und kein WLAN bieten - dann gehen wir weiter!!!!

Warum ein Onlinereservierungssystem? Ich erspare mir viel Zeit mit Emailbeantwortungen und Telefonaten bis eine Reservierung zustande kommt - ich kann mir noch keine Sekretärin leisten. Der Gast heute im Reservierungskalender genau wieviele Kapazitäten auf der jeweiligen Hütte buchbar sind. Reserviert er und bestätigt er seine Reservierung bekommt er eine Reservierungsbestätigung. Das System haltet dann den Platz frei. Er kann auch selbstständig die Gruppengröße ändern und stornieren innert der Frist kann er auch automatisch..... . Das System funktioniert sogar auf jedem Smartphone.... UND ich bin es leid, nach 24:00 und vor 6:00 mitten in der Nacht telefonisch Reservierungen entgegennehmen zu müssen, nur weil Gast einfach gerade zu diesem Zeitpunkt in Heidelberg oder sonst wo wegfährt und noch schnell buchen möchte....auch schon mehrfach erlebt....

Warum das AV-Kreditkartentool? Die "Ich-mach-was-ich-will-Mentalität" (Mehrfachbuchung, NO-Show, spätes Absagen...) wird durch eine mögliche KK-Belastung des Reservierers stark eingeschränkt. Seit ich dieses Tool im August freigeschalten habe, haben sich die August-, September- und Oktoberreservierer brav an die AGBs gehalten und +-zeitgerecht abgesagt. Ein Körberlgeld dazuverdient - weitgefehlt, dass ist ja auch nicht der Sinn und zweck diese Systems....

Darum - mit der Zeit gehen, auch am Berg, auch unter dem Edelweissbanner der alpinen Vereine...

LG Tal
Janky

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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von Balkonpflanzer » 10. Nov 2018, 19:00

janky hat geschrieben: ↑
10. Nov 2018, 13:37
....ich glaube nicht, dass eine Sektion aus Jux und Tollerei gerade mal mehrere Hunderttausend Euronen in die Sanierung bzw. Qualitätsverbesserung der Hütte stecken würde, wenn es der Gast nicht fordern würde..... .
Die Frage ist, wieviel Prozent dieser mehrere Hunderttausend Euro sind freiwilliger Art (Dinge die man einbaut weil es die Gäste fordern), und wieviel Prozent sind in Wahrheit ohnehin alternativlos weil sie Folge behördlicher Forderungen sind.
Kannst du den Anforderungen nicht entsprechen gehen die Gäste woanders hin........ .
Ja, und gewinnen tun die die frühzeitig reservieren.

Da meine Anforderungen etwas andere sind, beispielsweise auch mal dass ich auf 10 Stunden Gehzeit kein Sommergewitter brauchen kann, bewegt sich das ganze eben dahin dass in manchen Regionen nur noch der diskrete Biwakplatz als Ausweg bleibt.

Die Situation ist wie sie ist, aber dazu zwingen lassen im Winter/Frühling den kompletten Sommer taggenau zu planen werde ich mich von besagter Situation nicht.
Heuer selbst erlebt: Bei eklatanten Wassermangel mussten wir die Duschen sperren und unser WLAN funktionierte aufgrund eines lausigen Anbieters nur sehr mangelhaft. Zitat eines Gruppenleiters einer 15 köpfigen Gruppe, die für zwei Tage reserviert hatten: Sie haben keine Dusche und kein WLAN bieten - dann gehen wir weiter!!!!
Also bei manchen Leuten bin ich allerdings froh wenn sie mir im Gebirge nicht begegnen...

janky
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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von janky » 10. Nov 2018, 20:38

eben darum lasse ich immer Schlafplätze frei, damit Spontanwanderer unterkommen und nicht biwakieren müssen....genaut lt. HüO 10% der Schlafplätze bleiben frei.

LG vom Tal
Janky

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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von Balkonpflanzer » 10. Nov 2018, 21:09

janky hat geschrieben: ↑
10. Nov 2018, 20:38
eben darum lasse ich immer Schlafplätze frei, damit Spontanwanderer unterkommen und nicht biwakieren müssen....genaut lt. HüO 10% der Schlafplätze bleiben frei.
Die Sache ist halt die:

Frage ich drei Tage vorher, werde ich so einen Schlafplatz im Allgemeinen nicht kriegen, weil er ja gerade nicht reservierbar ist. Zumindest verstehe ich die Regelung so.
Komme ich tatsächlich spontan, muss ich mittlerweile auf so manchen Hütten damit rechnen, regelrecht angeraunzt zu werden deswegen, selbst wenn sich dann am Ende in der Realität ohne Probleme ein Schlafplatz findet.

Deswegen hab ich mir das mit dem Spontan-Kommen mittlerweile tatsächlich ziemlich abgewöhnt, es ist ganz offensichtlich nicht mehr erwünscht.

Im Bedarfsfall schau ich halt wo noch ein Restplatz frei ist; und so eine notorisch überlaufene Gegend wie z.B. um die Martin-Busch-Hütte am E5, mit einiger Wahrscheinlichkeit werd ich da tatsächlich drauf warten dass mal im Hochsommer ein paar Tage absolut stabiles Wetter herrschen, und dann eine Tour mit Biwak planen. Wenn man da Leute trifft, die schon im Mai keinen Schlafplatz mehr für August bekommen haben, dann weiß man dass es eben halbwegs kurzfristig nicht mehr geht.

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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von janky » 12. Nov 2018, 10:14

....@ nein der Janky haltet die Luft nicht an, warum auch? Im Tal läuft das mit der Gästeerziehung schon seit Jahrzehnten so, ohne Anzahlung kommst Du in A weder beim Ochsen unter noch in der Post unter... so ist es nun mal.

Um es Dir nochmals zu verklickern...:

* Die alpinen Vereine (ÖAV, DAV, AVS und der SAC) propagieren das Onlinereservierungssystem, inkl. Kreditkartentool. Ich war gerade bei einer lokalen Pächtertagung - da wurde von Seiten eines Hauptvereines für dieses System kräftig die Werbetrommel gerührt.....Auch bei uns in der Sektion steht dieses System demnächst auf der Agenda

* 317 NO-Shows in vier Monaten entsprechen bei uns 3 volle Belegtage.

* Ich habe in der Hochsasion 7 Mitarbeiter zu bezahlen. Aufwand/Mitarbeiter ohne Getränke, Verköstigung Unterkunft 3.100,-/Monat

* Umsatz stelle ich sicher keinen ins Netz - der geht nur mich was an!

* Mir geht es NICHT darum die zufriedenen Gäste abzocken zu wollen, das tue ich ja auch nicht!!!! Mir geht es primär darum, dass die 317 NO-Shows glauben tun und lassen zu können was sie wollen. Egal ob Nichtmitglied, Mitglied oder Möchtegernprofessionalist, egal ob Österreicher, Deutscher, Holländer, Schweizer... . Meine Erziehungsziel ist dann erreicht, wenn die jetzige NO-Show rechtzeitig storniert - MEHR will ich ja nicht! Ist das zu viel verlangt? Ich glaube nicht.

* Ich kenne kein Hausrecht, dass mir irgendwelche Möglichkeiten bietet, gegen diese Unart der NO-Shows anzukommen... aber bitte, ich bin gerne lernfähig.

* Dieses Onlinereservierungssystem stellt auch für den Gast gewisse Erleichterungen und Sicherheiten dar. Einmal reserviert haltet das System die Schlafplätze bis zur Ankunft frei. Für mich stellt es sowie so eine Erleichterung dar. Es funktioniert auf jedem Smartphone.

* Was heisst hier Butter bei die Fisch lassen? Lasse ich die Butter beim Fisch, bleibt ein Fettfleck über und nicht mehr (Zynismusmodus wieder auf AUS) Ich merke nur eines, manch einer hat keine Ahnung, was es wirklich heisst, eine Schutzhütte zu bewirten. Ein paar Hüttenbesuche im Jahr, einen Hüttenwirt zum Freund haben, .... heisst nicht, dass ich mich auskenne!

* Der Gast richtet sehr wohl über den Gastgeber, sowohl im Tal als auch am Berg! Hüttentest, Google, Trivago etc. lassen da einfach nur grüßen.

* Dass die alpinen Vereine endlich die antiquierte Hüttenordnung entrümpelt haben, ist aus meiner Sicht nur zu begrüßen. Das Gästeverhalten hat sich in den letzten 20 Jahren einfach geändert. Früher hatten wir eine 50%-Reservierungsregel, Nichtmitglieder durften erst nach 20:00 einchecken, usw... . Damals mag diese Regelung gepasst haben ABER heute? Heute kommen neben den Reservierern, evtl. noch 5 bis 10 Personen - und das wars. Darum finde ich die 90% Regelung gut! Hast du vor 20 Jahren auf der Hütte angerufen und kurzfristig reservieren wollen, hat es genauso geheissen "Hütte voll!" Heute siehst du es halt vom PC, Notebook, Tablett, Smartphone aus.... Wo ist da der Unterschied? Es gibt keinen, glaube ich...

* Ersetze ich Lager durch Zimmer, schreibt das die Behörde nicht vor. Installiere ich Duschen, schreibt das nicht die Behörde vor, solche Dinge wünscht sich der Gast. Im Zuge der Bauverhandlung schreibt dann die Behörde Auflagen vor und erstellt dann eine To-Do-Liste - das stimmt! Zimmer kann ich den ganzen Sommer über vermieten! Lager oder gar große Lager - ihr solltet da mal die Gesichter sehen!!!!!

LG vom Tal!

Janky

PS: Trotz Onlinereservierungssystem reservieren die Gäste schon für 2019 - so verkehrt kann das Ganze doch nicht sein, oder?

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Re: Erfahrungen zur Hüttenbuchung im Jahr 2018

Beitrag von janky » 12. Nov 2018, 13:38

@ ichbins ... vielen Dank für die betriebswirtschaftliche Nachhilfe - füge eine Null an das Ergebnis deiner Umsatzverlustrechnung hinzu, dann stimmt deine Rechnung!
Ich glaube, DU willst nur das lesen was DU lesen willst. Primär wurde ja dem Hüttenwesen im Jahre 2018 angekreidet, dass die ach so bösen Hüttenwirte die Hütten bis zum "St.Nimmerleins - Lager" füllen und Spontanität und somit eine (zu) kurzfristig geplante Wanderung/Tour ins Wasser fallen. Würden also die NO-Shows zeitgerecht stornieren - könnte manch spontane Bergtour, auch bei uns auf der Hütte, stattfinden..... Du kannst heute in ganz großen Lettern um eine zeitgerechte Stornierung bitten - die funktioniert eben nicht, siehe meine NO-Shows diesen Sommer. Komischerweise bezieht sich diese Zahl auf Reservierungen, die vor der Freischaltung des Kreditkartentools Anfang August erfolgt sind. Nach der Freischaltung hat die Stornierung problemlos funktioniert und mehr wollte ich ja nicht! Bereichert durch dieses Tool habe ich mich auch nicht. ich habe nicht eine Kreditkarte belastet - wie erwähnt die Erziehung trägt bereits Früchte, auch wenn Du es nicht gerne hörst.

Ich maule nicht über die NO-Shows, die wegen eines Wettersturzes oder Wintereinbruchs nicht erscheinen-die sagen meistens da auch ab. Dafür habe ich Verständnis. Ein Frechheit finde ich, dass Du mittlerweile bei bestem Wanderwetter 25 NO-Shows an einem Samstag hast. Gleich vielen möglichen Gästen sagst du am Telefon ab und verhinderst so eine spontane Tour, Wanderung etc.... .

Ich glaube 15.000,- mehr oder weniger am Konto zu haben, auch wenn's der Bruttoumsatz ist, darauf kann ich und will ich mitunter nicht verzichten, wenn er dazu vermeidbar wäre.... . Die Zeit, in der man am Berg Umsätze generieren kann ist ohnehin relativ kurz und zudem von anderen Faktoren abhängig! Übrigens du schuldest mir immer noch die speziellen Hausrechte...... . In der HüO des DAVs habe ich leider keine gefunden.

(Zynismus EIN): "Heidisyndrom und Luis-Trenkersysndrom" (Zynismus AUS) haben nichts mit der Realität einer Schutzhüttenbewirtung zu tun. Es ist und bleibt ein knallhartes Geschäft, wie eben der Ochsen und die Post im Tal...... .

Auch wenn Du mittlerweile Deinen Account gelöscht haben solltest, trotzdem LG vom Tal
Janky

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