„Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

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Miri_87
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„Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

Beitrag von Miri_87 » 6. Feb 2019, 17:59

Hallo Leute,

ich bin vor einer Weile auf einen Artikel gestoßen, bei dem spezielle Langlaufskier vorgestellt wurden. Nämlich welche mit denen man weg von der Loipe oder der planierten Piste kommt und rein in die Einsamkeit. Backcountry Ski nennen die sich…

Hat wer Erfahrung oder wĂĽrdet ihr so etwas kaufen?

VG Miri
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Kletterleidenschaft
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Re: „Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

Beitrag von Kletterleidenschaft » 6. Feb 2019, 21:35

gelöscht
Zuletzt geändert von Kletterleidenschaft am 9. Feb 2019, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.

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kebne
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Re: „Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

Beitrag von kebne » 6. Feb 2019, 23:29

Hi Miri

ich habe welche mit Stahlkanten im Einsatz. Sie sind ideal für ungespurtes Gelände in Skandinavien oder Gelände ohne Steilhänge. Für gespurte Loipen sind sie aufgrund der Breite weniger geeignet.
Ich nutze sie im Harz fĂĽr Touren abseits der Loipen (Brocken :D ) und in Schweden. Es sind keine Tourenski aufgrund der geringeren Eignung bei Abfahrten aber Langlaufskiern deutlich ĂĽberlegen wenn's runtergeht oder verharscht ist.

VG
kebne
"It's a round trip. Getting to the summit is optional, getting down is mandatory." — Ed Viesturs

hotzi
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Re: „Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

Beitrag von hotzi » 7. Feb 2019, 01:07

Wenn man im Gelände unterwegs sein will, wo ist der Vorteil von diesen Langlaufskiern gegenüber Schneeschuhen?

Wenn man im Allgäu wohnt, und schon Erfahrung mit Wintertouren hat:
Was steht dem Skifahren im Weg? AuĂźer dass man jahrelang unter hohem Zeit-, Geld- und Risikoaufwand investieren muss um Skifahren / Tiefschneefahren solide zu erlernen?

Ich hab das auch als Erwachsener erst angefangen mit Ski lernen. Nie bereut, auch trotz Verletzungen nicht. Ganz im Gegenteil.

Ich würde Touren mit Schneeschuhen machen, parallel Skifahren lernen. Hier ist ja alles vor Ort, was dazu unerlässlich ist: Berge, Skigebiete, Skischulen. Nach meiner Erfahrung kann man mit Skitouren auch praktisch sofort anfangen. Ein bis zwei Wochen Skitage / Kurse vorausgesetzt. Natürlich extrem umsichtig und defensiv. Und man braucht dann viele dutzend Tourentage und Pistentage, um richtig zu lernen. Nach zwei, drei Jahren kann man je nach Engagement schon gut da stehen.

Ich sehe keinen richtigen Mehrwert von so Langlaufski wenn man alpennah wohnt. Es sei denn, man will schlicht nicht Alpinski/Tourenski lernen, und man will mal zur Abwechslung was anderes als Schneeschuhgehen machen.

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Re: „Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

Beitrag von Jöko » 7. Feb 2019, 10:51

In den Mittelgebirgen wären "backcountry ski" auch praktisch, da bei guter Schneesituation die Loipenanzahl überschaubar ist und sogar Forstwege "geräumt" werden. Der "Nachteil" hierbei, das man manchmal Tiere aufschreckt, die es im Winter im teilweise meterhohem Schnee schwer haben.

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Re: „Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

Beitrag von Lampi » 7. Feb 2019, 11:51

hotzi hat geschrieben: ↑
7. Feb 2019, 01:07
Wenn man im Gelände unterwegs sein will, wo ist der Vorteil von diesen Langlaufskiern gegenüber Schneeschuhen?
Es geht dem OP eher um flacheres Gelände. Dort ist man, wenn der Schnee passt, schneller als auf Schneeschuhen.

Tourenschi haben den besten Vorteil bei steileren Aufstiegen und langen Abfahrten. Im Flachland auf Tourenschi herumzurutschen ist sinnfrei. Ist man weit weg von der Zivilisation, würde ich nie riskieren, mit den hochtechnisierten Tourenbindungen auf Tour zu gehen. Da sind schon Leute aus dem skandinavischen Outback ausgeflogen worden, weil die Bindung kaputt war. Langlaufbindungen sind da deutlich einfacher und mit Bordmitteln zu reparieren. Notfalls lässt sich da was mit Kabelbindern und Klebeband improvisieren.
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Re: „Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

Beitrag von hotzi » 7. Feb 2019, 19:34

Wenn man sich ausdrĂĽcklich im Flachen fortbewegen will, dann ist es was anderes. Dann macht so was offensichtlich Sinn. Aber in dem Forum ist ja oben schon ein Berg abgebildet. Berg <> flach. :D

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Re: „Backcountry Ski“ – kennt das jemand?

Beitrag von Jöko » 7. Feb 2019, 19:38

Der Vorteil einer Tourenskibindung ist das diese sich bei einem Sturz öffnet, eine Langlaufbindung nicht und dies kann wenn man Pech hat zu üblen Verletzungen (z.B. Knie verdrehen) führen. Mit Langlaufskiern sind (wenn auch nur kurze) Abfahrten je nach Gelände und Schneelage "nicht ohne".

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